Bachelor Wirtschaftsinformatik

 

Bachelor Wirtschaftsinformatik

 

 

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Wirtschaftsinformatik als Schlüssel- und Querschnittsdisziplin

Die Informatik hat als moderne Wissenschaft zur Darstellung, Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Informationen unser Leben, unsere Arbeit und Freizeit in den letzten Jahrzehnten stärker und nachhaltiger beeinflusst als jede andere Wissenschaft. Sie umfasst als Schlüsseldisziplin verschiedenste Aufgabenfelder, wie z.B. die Strukturierung von Prozessen, den Aufbau von Netzwerken und die Konzeption, Entwicklung und Implementierung von Hard- und Softwaresystemen.

 

Die Wirtschaftsinformatik baut auf den Erkenntnissen der Informatik auf und verknüpft sie mit Anforderungen der Wirtschaft, speziell der Betriebswirtschaftslehre. Sie stellt somit eine klassische Querschnittsdisziplin dar. Inhaltlich befasst sie sich im Wesentlichen mit Informations- und Kommunikationssystemen, die zur Unterstützung der Geschäftsprozesse und zur Entscheidungsfindung in Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden. Während die Informatik im Kern auf die Entwicklung und das Programmieren dieser Systeme ausgerichtet ist, untersucht die Wirtschaftsinformatik beispielsweise, wie diese Systeme gestaltet sein sollten, um den Anforderungen der verschiedenen Nutzer im Wirtschaftsalltag entsprechen zu können. Die Wirtschaftsinformatik nimmt somit eine wichtige Berater- und Mittlerrolle ein zwischen den Wünschen der Systemanwender, die in der Regel über geringe Informatikkenntnisse verfügen und den Anforderungen der fachkundigen Programmierer und Systementwickler. Weitere Inhalte der Wirtschaftsinformatik erstrecken sich von Fragestellungen der ökonomischen Systemgestaltung, dem Management von Einführungsprojekten bis hin zur Finanzierung und Vermarktung von Hardware- und Softwarelösungen. Für diese weitreichenden, fachübergreifenden Aufgaben werden sowohl fundierte Kenntnisse aus dem Bereich der Informatik als auch aus dem Bereich der Wirtschaft benötigt.

 

 

Beschäftigungsfelder

In Folge der hohen Dynamik der technologischen Entwicklungen im Informations- und Kommunikationsbereich und dem daraus erwachsenden wirtschaftlichen Anpassungsdruck erweitern sich die Aufgabenfelder der Wirtschaftsinformatik ständig. Hierdurch ergeben sich für unsere in neuen Technologien, ökonomischen Methoden und Sozialtechniken ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen vielseitige attraktive Berufsperspektiven in Industrie, Handel, bei Softwarehäusern, Banken und Versicherungen, in der öffentlichen Verwaltung, bei Unternehmensberatungen und nicht zuletzt in der Forschung. Einige typische Einsatzbereiche für Wirtschaftsinformatiker sind: Organisations- und IT-Berater, IT-Projektleiter, IT-Controller, Systemadministrator, IT-Marketing-und Verkaufsmanager. Die fachübergreifende Ausbildung der Wirtschaftsinformatik eröffnet darüber hinaus die Chance, bei Interesse und entsprechendem Wissen eine Beschäftigung in einem Kernberuf der Informatik oder Betriebswirtschaftslehre zu finden.

 

 

Bachelor- / Master-Abschlüsse an der Fachhochschule

 

Gegenüber dem bisherigen Diplom-Studium, das an Fachhochschulen in der Regelstudienzeit bislang 8 Semester umfasst, führt ein Bachelor-Studium der Informatik schon bereits nach 6 Semestern zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Durch eine inhaltliche Konzentration und ein bewusstes Zusammenspiel von grundqualifizierenden Studieninhalten, einer fachlichen Spezialisierung und der Integration praxisrelevanter Fragestellungen ist man am Ende des Bachelor-Studiums fit für den Berufseinstieg. Das vorgeschriebene Pflichtpraktikum im Studium erleichtert zudem den Berufsstart, weil man schon bestimmte Felder eines Berufes hautnah erleben konnte. Die konsequente Praxisorientierung ist ein wichtiger, von Arbeitgebern sehr geschätzter Pluspunkt der Fachhochschulabsolventen.

 

Ein guter Bachelor-Abschluss ermöglicht zudem die Aufnahme eines weiterführenden Master-Studiums. Im Fach Informatik bieten wir einen "konsekutiven" Masterstudiengang an, der das Bachelor-Programm fachlich fortführt  und der nach vier Semestern zu einem zweiten Hochschulabschluss führt. Das Master-Studium ist darauf ausgelegt, die wissenschaftliche Qualifikation im Feld der interaktiven multimedialen Dienste und Anwendungen zu vertiefen und bezogen auf die interessierenden thematischen Schwerpunkte zu erweitern. Das forschungsgeleitete Studieren nach Interessensgebieten wird hierbei durch eine hohe Wahlfreiheit gefördert. Absolventinnen und Absolventen eines Master-Studiums können im Anschluss als Spezialisten in verschiedensten Praxisgebieten arbeiten.  Das Master-Studium "International Business and Economics" kann auch an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften unserer Fachhochschule verfolgt werden. Mit einem qualifizierten Master-Abschluss steht ihnen auch der Start einer Promotion an einer Universität und die Aufnahme einer wissenschaftlichen Laufbahn offen.

 

 

Studienvoraussetzungen

 

Wenn Sie ein Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik aufnehmen wollen, sollten Sie über eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife verfügen und Interesse an Informatik und wirtschaftlichen Fragestellungen haben. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn Ihnen das Gestalten und Organisieren von praxisnahen Problemlösungen in einem interdisziplinären Arbeitsumfeld Spaß macht.

 

 

Studienverlauf

 

Kennzeichen des Bachelor-Wirtschaftsinformatik-Studiums an der Fachhochschule Schmalkalden ist die Vermittlung einer fundierten Methodenkompetenz in kerninformatischen Fächern, die einen umfangreichen Programmieranteil und die Ausbildung in gängigen Anwendungssystemen wie z.B. SAP umfasst. Unsere Studierenden lernen Softwaresysteme selber zu entwickeln und auf Anwenderbedürfnisse hin anzupassen (Customizing). Darüber hinaus vermitteln wir betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die eine Bewertung von Geschäftsprozessen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und Techniken zur Entscheidungsfindung umfassen. Dieser Erfahrungsschatz an der Schnittstelle zwischen Informatik und Betriebswirtschaft befähigt unsere Absolventinnen und Absolventen zu fundierten Entscheidungen im Rahmen der Gestaltung, dem Einsatz und der Wartung von Informationssystemen.

 

Das 6-semestrige Bachelor-Studium ist so aufgebaut, dass den Studierenden in den ersten beiden Semestern des Studiums zuerst einmal Grundlagen der Informatik, der Mathematik und Statistik und der Betriebswirtschaftslehre beigebracht werden. Im 3. und 4. Semester können dann ausgewählte Wissensgebiete der Wirtschaftsinformatik vertieft und durch weitere Wahlpflichtfächer ergänzt werden. Im 4. Semester ist zudem ein Wahlmodul je nach Interesse zu belegen. Im 5. Semester schließt dann die Praxisphase in externen Unternehmen an. Im abschließenden 6. Semester müssen weitere Fächer des Wahlpflichtangebotes gewählt werden und es ist die Bachelor-Thesis als Abschlussarbeit zu schreiben.
Hier finden Sie den Regelstudienplan, sowie Modulbeschreibungen.

 

 

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