Gründungsforschung in Südthüringen

Inden neuen Bundesländern fand durch den Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft ein Umstrukturierungsprozeß statt, dessen logische Konsequenz eine Vielzahl von Unternehmensgründungen war, die in einem völligen Neuaufbau der Unternehmensstrukturen und des wirtschaftlichen Umfeldes resultierten. Trotz aller Appelle zur Gründungsoffensive gibt es vor allem in den östlichen Bundesländern Schwierigkeiten bei der Umwandlung des ohne Zweifel vorhandenen Gründungspotentials in erfolgreiche Unternehmensgründungen, was eine steigende Insolvenzquote eindrucksvoll unterstreicht. Bei der Frage nach den Gründen der Firmenzusammenbrüche arbeitete man in dieser Region bisher lediglich mit Vermutungen. Wir haben uns deshalb mit dem Projekt "Gründungsforschungin Südthüringen" zur Aufgabe gemacht, nach den Ursachen für Erfolg oder Misserfolg von Existenzgründungen zu suchen. Mittlerweile ist die erste Phase der Befragung abgeschlossen. Insgesamt sind 762 Existenzgründer (darunter 91 gescheiterte Gründer) befragt worden, die sich in dem Zeitraum 1993-2002 selbständig gemacht hatten. Die Ergebnisse der Gründungskohorten von 1993-1998 sind unter dem Titel "Erfolgsfaktoren und Erfolgsmuster von Unternehmensgründungen - Eine empirische Analyse aus Südthüringen" (ISBN 3-89936- 021-4) im Joesf-Eul-Verlag als Buch erschienen. Momentan arbeiten wir am Projekt "Geschlechtsspezifische Diversifikationen von Unternehmensgründungen". Desweiteren untersuchen wir mögliche Determinanten des Phänomens "Soloselbständigkeit".

Sonstige Projekte
Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren
Hochschulen und Existenzgründung - der Beitrag der Fachhochschule Schmalkalden
Kurzbericht Gründungsforschung
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