Lehrveranstaltung "Konfliktmanagement"
Modul: Schlüsselqualifikationen
Verantwortlicher: Matthias Rickes
Angebotsfrequenz:
jedes 2. Semester
Lehr- und Lernformen:
Blended Learning (2 SWS) - Seminaristische Vorlesung mit enger Verbindung zwischen den vermittelten Inhalten und ihrer exemplarischen Vertiefung durch die Studierenden, sowohl im E-Learning-Modul (Metacoon) als auch im Präsenztraining.
Kreditpunkte: 3 CP
Kontaktzeit - Präsenztraining: 15 Stunden
Kontaktzeit - E-Learning: 15 Stunden (betreut durch E-Mail, Chat, Forum)
Selbst- bzw. Literaturstudium/Trainings-/Prüfungsvorbereitung: 60 Stunden
Voraussetzungen:
Keine
Qualifikationsziele:
80% Soziale Kompetenz/ 20% Methodenkompetenz
Soziale Kompetenz:
Durch die Lehrveranstaltung sollen die Studierenden befähigt werden, seelische und vor allem zwischenmenschliche Konflikte zu verstehen sowie erfolgreich und befriedigend mit diesen umzugehen. Sozial kompetentes Verhalten zeichnet sich dadurch aus, dass individuelle Ziele mit den Vorstellungen einer Gruppe in Einklang gebracht werden. Die Fähigkeit zum konstruktiven Umgang mit Konflikten ist dabei unerlässlich.
Methodenkompetenz:
Durch die Vermittlung psychologischer Grundlagen zu den Themen Konflikt und Konfliktbewältigung wird die Basis für einen regelorientierten Umgang mit Konflikten geschaffen. Verhalten in Konfliktsituationen ist häufig irrational und immer situationsspezifisch. Daher reicht die Vermittlung von Stereotypen, die in verschiedenen Situationen lediglich kopiert werden können, nicht aus. Mit der interaktiven bzw. handlungsorientierten Lernform - speziell mit dem Präsenztraining - soll dieser Komplexität des menschlichen Verhaltens Rechnung getragen werden.
Verbindung von Theorie und Praxis:
Im Präsenztraining wird der Umgang mit Konfliktsituationen durch Rollenspiele praktisch erprobt. Die Auswahl der Rollenspiele erfolgt so, dass die Studierenden unmittelbar an die im E-Learning-Modul vermittelten Grundlagen anknüpfen können. Die Auswahl erlaubt außerdem eine Adaption an reale Konfliktsituationen, die im späteren Berufsleben auftreten können.
Lehrinhalte:
Inhaltliche Schwerpunkte der Lehrveranstaltung sind das Verstehen, die Analyse und die Bewältigung von Konflikten.
Das Verstehen von Konflikten soll durch die Vermittlung ausgewählter Konflikttheorien und die Diskussion verschiedener Konfliktarten ermöglicht werden.
Im Rahmen der praktischen Konfliktanalyse erfolgen eine prozessuale und strukturelle Betrachtung von Konflikten und die Vorstellung möglicher Analyseschemata.
Unter dem Stichwort Konfliktbewältigung werden u. a. Themen wie Konfliktfähigkeit, ethische Prinzipien bei der Austragung von Konflikten, Konfliktstimulierung, Konfliktprophylaxe und die formelle Konfliktbehandlung besprochen. Zudem werden Strategien speziell für das Führen kontroverser Verhandlungen vermittelt und praktisch erprobt.
Einbindung in die Berufsvorbereitung:
Im jeder beruflichen Laufbahn, die mit der Einbindung in eine Organisation verbunden ist, treten Konflikte auf, die bewältigt werden müssen. Die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung stellt daher eine zwingend erforderliche persönliche und fachübergreifende Kompetenz dar.
Medienformen:
interaktive WWW-Plattform mit Texten und Videos, Videoaufnahmen in den Präsenzveranstaltungen
Leistungsnachweis:
mündliche Gruppenprüfung von jeweils 3 Studenten innerhalb von 45 Minuten
Literaturhinweise, Skripte:
Hugo-Becker, A./ Becker, H. (2004): Psychologisches Konfliktmanagement: Menschenkenntnis, Konfliktfähigkeit, Kooperation, 4., überarb. und erw. Aufl., München: dtv
Berkel, K. (2005): Konflikttraining: Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen, 8., durchges. Aufl., Frankfurt a. M.: Verlag Recht und Wirtschaft.
Glasl, F. (2004): Konfliktmanagement. Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und Berater, 8., akt. und erg. Aufl., Bern: Haupt
Glasl, F. (2004): Selbsthilfe in Konflikten: Konzepte - Übungen - praktische Methoden, 4., bearb. Aufl., Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben.
Letzte Änderung: 12.04.2013
