Projekte
 
Potenzialanalyse Feldatalbahn (Tourismusprojekt, 1998/1999)

Hierin geht es um die mögliche Betreibung einer 1998 stillgelegten Bahnlinie in kommunaler und/oder privater Trägerschaft zum Zwecke der touristischen Bereicherung und Belebung der Feldatalregion. Dabei soll eine Analyse bzw. Schätzung des gegenwärtigen und zukünftigen touristischen Potenzials sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite durchgeführt und in Beziehung zu den mit der Bahnbetreibung entstehenden Zusatznutzen und -kosten gesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Projekt stellt die Erarbeitung eines touristischen Verbundkonzeptes entlang der Bahnlinie dar.

Rennsteig Wanderhotels (Tourismus- und Existenzgründungsprojekt, 1999)

Entlang des Rennsteigs sollten drei Hotels in privater Trägerschaft, die speziell für die Bedürfnisse von Wandervereinen konzipiert werden, entstehen. Aufgabe dieses Projektes war es, ein geeignetes Geschäftskonzept (Investitions-, Finanzierungs- und Marketingplan) zu entwickeln und auf die Tragfähigkeit hin zu überprüfen.

100. Deutscher Wandertag in Schmalkalden (Tourismusprojekt, 1999/2000)

Im Juli 2000 fand in Schmalkalden der 100. Deutsche Wandertag statt. Begleitend dazu wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm entwickelt, zu dem ca. 30.000 bis 50.000 Besucher erwartet werden. Aufgabe dieses Projektes war es, in Zusammenarbeit mit dem Thüringer Waldverein e.V. als Veranstalter, ein Organisations- und Logistikkonzept zu konzipieren und an der Umsetzung dieses Konzeptes aktiv mitzuwirken.

Gründungsforschung in Südthüringen (Existenzgründungsprojekt, gefördert durch das AIF, Köln, 1999 -2001)

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen im Verbund mit regionalen Einrichtungen und Institutionen (Unternehmen, Hochschulen, Verbände und Kammern, Arbeitsämtern, Technologie- und Gründerzentren etc.) gezielt Erfolgs- und Überlebenschancen von neugegründeten Klein- und Mittelbetrieben im Südthüringer Raum herausgearbeitet und analysiert werden und zwar vor dem Hintergrund regional- beziehungsweise strukturökonomischer Besonderheiten. Begleitend dazu ist eine Untersuchung bedeutender Strukturmerkmale wie Branchenzugehörigkeit, Gründungsgröße, Technologiepotential sowie eine Analyse der Erfolgs- beziehungsweise Mißerfolgsfaktoren der gegründeten Betriebe durchzuführen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen Katalog in Form einer Datenbank zu erstellen, in dem sowohl nach allgemeinen als auch nach regionalen sowie branchenbezogenen Einflußfaktoren auf den Erfolg beziehungsweise Mißerfolg von Unternehmensgründungen unterschieden wird. Durch eine Analyse der Wichtigkeit dieser Faktoren soll eine genauere Chancen- und Risikenabwägung von Unternehmensgründungen in der Region, sei es nun aus der Sicht des Gründers oder aus der Sicht von Institutionen, möglich werden. Darüber hinaus soll dieser Einflußfaktorenkatalog eine genauere Zielgruppenanalyse hinsichtlich des regionalen Gründerpotentials gewährleisten, um darauf aufbauend für bestimmte Maßnahmen geeignete Identifikationen vornehmen zu können.

Umsetzung des GETUP-Konzeptes am Standort Schmalkalden (Existenzgründungs-projekt, 1999 - 2005)

Das GetUp-Konzept der Thüringer GetUp-Initiative ist einer der 5 Siegerbeiträge zum BMBF-Wettbewerb "Existenzgründer aus Hochschulen (EXIST)". Zu den unmittelbar in die Initiative eingebundenen Partnern im Hochschulbereich zählen die TU Ilmenau, die FSU Jena, die FH Jena sowie die FH Schmalkalden. Durch Nutzung bereits vorhandener Strukturen, Initiierung neuer impulsgebender Aktivitäten und deren zielgerichtete Optimierung soll ein effektives und handlungsfähiges Netzwerk entstehen, das geeignet ist, die gründungsfördernden Maßnahmen der einzelnen Standorte zu bündeln, zu koordinieren und dabei entstehende Synergieeffekte im Interesse der gesamten Region zu nutzen. Mit dem GetUp-Konzept wurde eine Systemlösung für die professionelle und konsequente Umsetzung dieser Aufgaben unterbreitet. In den Jahren 1999, 2000 und 2001 geht es nun darum, die in diesem Konzept aufgezeigten Maßnahmen mit Hilfe der durch den Wettbewerb zur Verfügung gestellten Fördermittel Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen. Dabei obliegt dem Standort Schmalkalden u.a. die Durchführung hochschulinterner Gründungsseminare und gründungsnaher Veranstaltungen, der Einsatz von Praktikern im Lehrbetrieb, die Organisation nationaler und internationaler Hochschulkooperationen, der Aufbau von regionalen Coaching-Centers sowie die Betreuung und Förderung von Ausgründungen aus der Hochschule.

Stadtmarketing Schmalkalden (Tourismusprojekt, 2000)

Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Ermittlung von Ansatzpunkten für die Profilierung der Stadt Schmalkalden als Wirtschafts-, Bildungs-, Hochschul-, Technologie-, Versorgungs- sowie als Wohnstandort unter Berücksichtigung einer weiteren Erschließung touristischer Potentiale, damit eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Stadtentwicklung ermöglicht wird. Zentrale Aufgabe ist die Erarbeitung eines Leitbildes für die Stadtentwicklung der nächsten 15 Jahre sowie eines konsensfähigen Handlungskataloges zur Attraktivitätssteigerung und Imageoptimierung. Dabei werden ausgewählte Angebots- und Problemfelder der Stadt in ihrer Bedeutung berücksichtigt. Durch das Konzept gilt es zu vermitteln, daß Schmalkalden eine historische, innovative und zukunftsorientierte Stadt ist, in der es sich unter anderem für Jugendliche lohnt zu lernen, zu studieren und zu leben.

InnoRegio-Projekt: Barrierefreie Modellregion für integrativen Tourismus am Rennsteig (Tourismusprojekt, 2001 - 2005)

InnoRegio ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Frühjahr 1999 ini-tiierter Wettbewerb für die neuen Bundesländer. Die Fördersumme, die dafür bereitgestellt wurde, beträgt insgesamt ca. 500 Millionen DM. Das prämierte Konzept "Barrierefreie Modellregion für integrativen Tourismus", an dem u.a. auch die Fachochschule mit dem Schwerpunkt Tourismuswirtschaft mitgewirkt hat, erhält davon insgesamt 14 Millionen DM. Dabei soll die zwischen den Orten Tambach-Dietharz, Georgenthal, Ohrdruf und Oberhof gelegene Talsperrenregion am Rennsteig zur ersten barrierfreien Modellregion für den integrativen Tourismus im Freistaat Thüringen und in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt und gestaltet werden. Die Fachhochschule Schmalkalden beteiligt sich an diesem Projekt mit einem "Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum für Strategieentwicklung und Entwicklungsforschung". Aufgabenschwerpunkte sind u.a. die ökonomische Grundlagenforschung im Bereich Behinderten- , Senioren- und integrativen Tourismus, die Erstellung von Konzeptionen zur barrierefreien Umgestaltung, Anpassung und Vernetzung der touristischen Infrastruktur, die Erforschung der Präferenzen der Zielgruppe und deren Wandel sowie die Dokumentation der Entwicklung der Wertschöpfungsprozesse und -ketten.