
Sicherheit/Datenschutz
FH Schmalkalden setzt auf sichere Chipkarte
Die FH Schmakalden hat sich für den Einsatz einer sicheren Chipkartentechnologie für den Studierendenausweis thoska entschieden. Anstelle des in negative Schlagzeilen gekommenen RFID-Chip "Mifare Classic" wird jetzt der sogenannte "Mifare DESFire" Chip in Verbindung mit der thoska eingesetzt werden. Der Mifare DESFire Chip ist mit einem eigenen Prozessor ausgestattet und daher in der Lage, deutlich höhere Sicherheitsanforderungen zu bewältigen. Das Verschlüsselungsverfahren des Mifare DESFire Chips basiert auf dem bewährten "Data Encryption Standard" und wird auf dem Kartenchip bei jeder Nutzung dreimal mit drei unterschiedlichen Schlüsseln ("Triple-DES") angewendet. Gegenüber dem Mifare Classic Chip erhöht sich die Schlüssellänge damit von 48 Bit auf 168 Bit.
Datenspeicherung
Die Datenspeicherung beschränkt sich auf folgende Daten:
-
Matrikelnummer
- Bibliotheksbenutzernummer
- Kartennummer
- Status als Student
- Gültigkeit
- ggf. Aufladebetrag
Okay vom Landesdatenschutzbeauftragten
Der Thüringer Landesbeauftragte für Datenschutz hat sich nicht gegen den Einsatz der thoska ausgesprochen, wie in seinem 7. Tätigkeitsbericht auf Seite 101 nachzulesen ist.
http://www.thueringen.de/datenschutz - Tätigkeitsbericht
Betrachtung der RFID-Technologie
- Transponder (Datenträger, Radiofrequenzmodul sendet und empfängt Daten - aktiv oder passiv)
- Lesegerät (Schreib-/Leseeinheit, Antenne) kommuniziert mit Transponder
Mifare:
- Mifare = Mikron Fare System, also Mikron Fahrgeld-System
- Mifare wurde zwischen 1990 und 1995 von der "Mikron Gesellschaft für integrierte Mikroelektronik" in Österreich entwickelt
- 1995 wurde Mikron GmbH von Phillips Semiconductors aufgekauft
- 2006 wurde Philipps Semiconductors von Phillips abgetrennt als NXP Semiconductors
- Mifare-Technik wurde an einige andere Firman lizensiert: z.B. Infineon, Atmel, Hitachi
- Mifare-Produktfamile umfaßt eine große Anzahl verschiedener Chips mit unterschiedichen Verschlüsselungstechniken und Speichergrößen
Mifare Classic:
- Mifare Classic wird als Oberbegriff für die Teilfamilie verwendet, die nur das alte Crypto-1-Verfahren als Verschlüsselungsalgorithmus und daher mehr oder weniger direkt von den ursprünglichen Mifare-Chips abgeleitet sind. Die verschiedenen Varianten des Chips haben wegen ihres guten Preis/Leistungsverhältnisses weltweit den größten Marktanteil bei kontaktlosen Speicherkarten mit Sicherheitsfunktionen
- Der Algorithmus konnte von Forschern des Chaos Computer Club und der University of Virginia entschlüsselt werden.
- Wie am 13. April 2008 bekannt wurde, hat eine Forschergruppe den Algorithmus analysiert und einen systematischen Fehler gefunden, der die Verschlüsselung praktisch nutzlos macht. Die Sicherheit des Algorithmus, so das Fazit der Forscher, sei "nahe Null".
Mifare DESFire: